Paleo-Diät-Steinzeiternährung

Paleo Diät – So funktioniert die Steinzeitdiät

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Paleo-Diät-Steinzeiternährung

Paleo Diät – So funktioniert die Steinzeitdiät

Paleo Diät: So funktioniert die Steinzeitdiät Paleo Diät: So funktioniert die Steinzeitdiät

Paläolithikum oder Paleo ist die Begrifflichkeit für die Altsteinzeit und bedeutet so viel wie, möglichst naturbelassen, unverarbeitet, roh. Sprich kein Getreide, keine Milchprodukte und auch keine Hülsenfrüchte. Man lehnt sich hierbei an die Ernährungsweise der Steinzeitmenschen an. Diese sogenannte „Steinzeitdiät“ ist allerdings eher eine besonders gesunde Ernährungsform, anstatt eine herkömmliche Diät.

Aber sollte man sich bezüglich seiner Ernährung die Steinzeitmenschen als Beispiel nehmen? Im ersten Moment klingt das doch sehr befremdlich und doch schwören Befürwörter dieser Diät auf das Konzept, denn es soll nicht nur gesund sein, sondern kann auch beim Abnehmen helfen.

Zucker und Getreide gehören hierfür allerdings nicht mehr in die Küche.

Vielmehr setzt man bei dieser Diät auf Paleo-Lebensmittel, sprich naturbelassene und frische Lebensmittel, welche es schon während der Steinzeit auf den Speiseplan geschafft haben: Obst und Gemüse, Pilze, Eier, Meeresfrüchte, Fleisch und Fisch.

Diese Thema erwarten dich:

  1. Was ist die Paleo-Diät?
  2. Ursprung und Geschichte der Steinzeitdiät
  3. Was darf man bei der Paleo Diät essen?
  4. Wie funktioniert die Paleo-Diät?
  5. Was bringt die Paleo-Diät?
  6. Für wen ist die Paleo-Diät geeignet?
  7. Unser Fazit
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Was ist die Paleo-Diät?

Steinzeiternährung
Bei der Paleo-Diät, auch Steinzeiternährung genannt, geht man davon aus, dass die Menschen sich heutzutage nicht mehr so ernähren, wie es für den Organismus am besten wäre. Paleo-Anhänger ernähren sich hauptsächlich von naturbelassenen Lebensmitteln, also Nahrungsmittel, die die Jäger und Sammler schlichtweg mit nach Hause bringen. So ist man bei dieser Ernährungsform davon überzeugt, dass der menschliche Verdauungstrakt aufgrund der leichten Verdauung und Verwertung bis heute an diese Steinzeit-Nahrung angepasst ist. Paleo-Fans glauben, dass industriell hergestellte Lebensmittel, wie wir sie in der modernen und westlichen Welt gewohnt sind, aufgrund der großen Menge an Kohlenhydraten und Ballaststoffen nicht für unser Verdauungssystem geeignet sind. Zusätzlich gehen sie davon aus, dass industriell hergestellte Lebensmittel den Stoffwechsel stören und Krankheiten wie Bluthochdruck oder auch Diabetes begünstigen. Anhänger der Paleo-Diät setzen auf einen hohen Qualitätsstandart der Lebensmittel. Eine artgerechte Tierhaltung für Fleischprodukte und Fisch aus Wildfang. Obst und Gemüse ausschließlich aus biologischem Anbau. Mit dieser Sicht und der entsprechenden Ernährungsumstellung soll Paleo das Abnehmen vereinfachen. Zur Unterstützung des steinzeitlichen Ernährungsstils wird zusätzlich Ausdauer- und Krafttraining empfohlen.

Ursprung und Geschichte der Steinzeitdiät

Walter L. Voegtlin, Gastroenerologe beschrieb und prägte als einer der ersten den Begriff der Steinzeitdiät.

Bereits Mitte der Siebziger Jahre wollte er beweisen, dass der Mensch nicht wie ursprünglich gedacht ein Allesesser ist, sondern ein Fleischesser.

Erst viele Jahre später im Jahr 2002 tauchte der Begriff der Paleo-Diät wieder auf. Verantwortlich dafür war Loren Cordain, der mit seinen Büchern über die Paleo-Diät einen absoluten Trend setzte.

Was darf man bei der Paleo-Diät essen?

Do's

  • Gemüse
  • Fisch und Fleisch
  • Obst
  • Eier
  • Pilze
  • Beeren
  • Nüsse
  • Samen

Sprich alles, was erjagt oder gesammelt werden kann.

Don'ts

Ähnlich wie bei einer Clean-Eating-Ernährung sind folgende Lebensmittel tabu:

  • Fertigprodukte
  • Zucker
  • verarbeitete Lebensmittel

Zur Steinzeit soll es keine Getreideverarbeitung gegeben haben, deshalb fallen Getreideprodukte wie Brot, Pasta und Co. entsprechend weg.

Milchprodukte und auch gepresste Öle sind nach den Ansichten von Paleo-Ernährern ebenfalls nicht gesund für unseren Organismus und auch Anbauprodukte, wie Kartoffeln sind nicht für den Verdauungstrakt unseres Körpers gedacht.

Als alternative zu gepressten Ölen kann man aber zumindest Fette wie Schmalz nutzen. Wer auf pflanzliche Öle setzen möchte, kann Kokos- oder Olivenöl benutzen.

Wie funktioniert die Paleo-Diät?

In die Paleo-Ernährung sollte man schrittweise einsteigen und die Umstellung Schritt für Schritt umsetzen. Wem ein radikaler Einstieg schwär fällt, der sollte sich eine bestimmte Dauer festlegen, in welcher man versucht, nach den Grundsätzen dieser Diät zu leben. Ein Beispiel hierfür wäre eine Art Probierphase von 30 Tagen, in welcher auf einen Großteil der heutigen „normalen“ Lebensmittel verzichtet wird. Zucker, gepresste Öle, Hartweizen-Produkte, Brot, verarbeitete Lebensmittel, Nudeln, aber auch der morgendliche Kaffee, Tabak und auch Alkohol sind in dieser Zeit tabu.

Der ideale Paleo-Plan

Frühstück: Rühreier und ein Obstsalat

Mittagessen: Gefüllte Paprika mit Hackfleisch

Abendessen: Fisch und Gemüse

Snacks gegen den Heißhunger: Nüsse (Wallnüsse, Mandeln, Cashewkerne, Haselnüsse) oder Obst, wie getrocknete Aprikosen oder auch Beeren (aufgrund des Fruchtzuckers in Maßen)

Eine optimale Paleo-Mahlzeit besteht also aus Proteinen, Fett, viel Gemüse und gegebenenfalls ein wenig Obst.

Was bringt die Paleo-Diät?

Aufgrund des Verzichts von Getreide und Zucker ist der Verlust von Gewicht höchst wahrscheinlich. Die Körperfettmasse nimmt einer Studie der Nordic Nutrition Recommendation (NNR) nach zu folge in den ersten sechs besonders stark ab.

Nach gut 2 Jahren verringert sich dieser Effekt allerdings, da der Körper sich an die neue Ernährung bereits gewöhnt hat. Wer dem Bauchumfang an den Kragen will, der kommt auch auf seine Kosten. Teilnehmer der Studie verloren durch die Paleo-Diät bereits in den ersten sechs Monaten eine beachtliche Menge ihres Bauchumfangs.

Die Einnahme von Eiweißen während dieser Ernährungsform fördert ebenfalls den Gewichtsverlust, da das Sättigungsgefühl bei der Steinzeiternährung schlichtweg länger anhält und das erneute Hungergefühl nach kurzer Zeit einem erspart bleibt.

Viel Obst und Gemüse, Nüsse und Pilze sind Ernährungswissenschaftlern zu folge äußerst gesund und die Tatsache, dass man sich bei dieser Diät ausgiebig mit den Lebensmitteln, die man zu sich nimmt, beschäftigen muss, fördert einen bewussten Umgang mit Nahrungsmitteln.

Personen, die an Allergien oder auch Neurodermitis leiden sollten diese Form der Ernährung ebenfalls in Betracht ziehen. Wissenschaftliche Beweise für einen Zusammenhang oder eine Veränderung gibt es aktuell nicht, jedoch finden sich einige Erfahrungsberichte von Personen, die die Paleo-Diät ausprobiert und entsprechend eine positive Veränderung ihrer Beschwerden wahrgenommen haben.

Für wen ist die Paleo-Diät geeignet?

Die sogenannte Steinzeitdiät eignet sich hervorragend für Menschen, die eine Ernährung basierend auf viel Fleisch und entsprechend tierische Lebensmittel bevorzugen und bereits sind, das nötige Kleingeld für eine möglichst hohe Qualität dieser Produkte zu investieren.

Ausgiebige Kochkünste benötigt man für diese Diät keine, jedoch sollten die Basics vorhanden sein.

Sportler und Allergiker profitieren ebenfalls von dieser Diät. Gerade die Vermeidung von Gluten und Milchprodukten ist hierbei entscheidend.

Brotfans und Käseliebhaber, Vegetarier und Veganer werden mit dieser Ernährungsform allerdings nicht glücklich.

→ Die Paleo Diät ist nicht das Richtige für dich? Schau dir weitere Ernährungformen an.

Paleo-Diät: Fazit

Wir finden, die Paleo-Diät hat ein paar hilfreiche Ansätze.

Wer abnehmen will, dem tut weniger Junk-Food sicherlich gut.

Statt Pizza, Pasta, Zucker und Weißmehl gibt es hochwertige tierische Lebensmittel, viel Obst und Gemüse, sowie generell Pflanzenkost.

Gerade für Menschen mit Unverträglichkeiten oder auch Allergien kann die Paleo-Diät gegebenenfalls eine positive Veränderung bewirken. Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert. Vor allem wenn man bestimmte Unverträglichkeiten noch gar nicht diagnostiziert hat, allerdings negative Wirkungen nach der Einnahme bestimmter Lebensmittel bemerkt.

Eine naturbelassene Ernährung, wie die der Paleo-Diät ist generell sinnvoll. Fraglich ist nur, ob ein genereller Verzicht auf Milch- und Getreideprodukte wirklich notwendig ist. Gerade das Brötchen zum Frühstück oder die leckere Pasta beim Italiener ums Eck würden wir vermissen.

Tipp an dieser Stelle: Probiert es mal mit der Lightversion der Paleo-Diät. Anstatt Unmengen an Fleisch zu konsumieren, könnt ihr es mal mit mehr Fisch oder vegetarischen Lebensmitteln probieren. Dann ist hin und wieder sicherlich auch ein wenig Vollkornpasta in Ordnung. 😉

Wer die Paleo-Diät umsetzen möchte, benötigt also eine ordentliche Portion Willenskraft, Geduld und Geld. Hochwertige Produkte haben schließlich ihren Preis.

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