In diesem Artikel erfährst du mehr über die Aminosäuren

Was sind Aminosäuren?

Aminosäuren sind die Grundbausteine des organischen Lebens und kommen in jeder Lebensform vor. Chemisch handelt es sich um Verbindungen von einer Aminogruppe mit einer Carbonsäuregruppe. Zusammen bilden sie die Bausteine von Proteinen, aus denen Körpergewebe, Knochen, Haare, ebenso Enzyme, Hormone und DNA bestehen. 

Erstmals wurde 1805 eine Aminosäure aus dem Saft von Spargel isoliert, das sogenannte Asparagin. In den Jahren danach gelang es Chemikern und Pharmazeuten, immer mehr der proteinaufbauenden Aminosäuren zu isolieren und ihre Struktur zu klären. 1931 wurde die letzte der zwanzig gängigen Aminosäuren, das Threonin, entdeckt.

Je nach Gesichtspunkt kann die Gruppe der Aminosäuren einmal in proteinogene und nicht-proteinogene aufgeteilt werden. Mit „Proteinogene“ sind die zwanzig Aminosäuren gemeint, die gemeinsam das menschliche Eiweiß bilden. Das Selenocystein, die 21. Aminosäure, nimmt hier eine Sonderstellung ein, da es nicht von der DNA kodiert ist.

Auch Nicht-Proteinogene spielen im menschlichen Organismus entscheidende Rollen und sind an wichtigen Vorgängen beteiligt. In der Natur gibt es mehrere Hundert von ihnen. 

Eine andere Möglichkeit der Unterscheidung kann in Bezug auf Verfügbarkeit getroffen werden. Die nicht-essentiellen Aminosäuren werden im Körper selbst gebildet. Die essentiellen Aminosäuren müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Die bedingt essentiellen, auch semi-essentiellen Aminosäuren, werden nur in bestimmten belastenden Situationen gebraucht, zum Beispiel während des menschlichen Wachstums, bei schweren Verletzungen oder sonstigen ungewöhnlich hohen Belastungen. 

Wozu werden Aminosäuren im Sport gebraucht?

Generell gilt: Fehlt eine Aminosäure, kann die Funktion aller Proteine beeinträchtigt sein. Eine Unterversorgung führt zur Schwächung des Immunsystems und zu Leistungsabfall und -wichtig für alle Sporttreibenden- kann Gelenkerkrankungen und Muskelabbau nach sich ziehen. 

Verschiedene Aminosäuren sind für Kraft- und Ausdauersportler von Bedeutung. Valin, Leucin und Isoleucin gelangen sofort ins Blut, verbessern den Muskelaufbau und vermindern das Auftreten von Ermüdungserscheinungen.

L-Arginin mit seiner gefäßerweiternden Wirkung sorgt für bessere Blutzirkulation. L-Glutamin vergrößert das Muskelzellvolumen, kann die Proteinbildung im Muskel fördern und dort auch die Glykogenbildung begünstigen.

Wann und in welcher Form ist eine Einnahme sinnvoll?

Sinnvoll ist eine Nahrungsergänzung in der richtigen Kombination von Aminosäuren. Nach einem intensiven Training ist der Körper stark belastet und könnte die dreifache Menge an Aminosäuren gebrauchen. Hier wäre eine Ergänzung sinnvoll, um den Muskelaufbau zu unterstützen.

Aber auch direkt vor dem Training kann mit einer Einnahme die Ermüdungsphase hinausgeschoben werden. Dabei empfiehlt sich, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen, da der Körper die große Menge an Proteinen nicht verwerten kann, sie dann aber leichter ausscheiden kann. 

Aminosäureprodukte in der Nahrungsergänzung werden als Pulver, Pillen Kapseln oder Ampullen angeboten. Bei der Angebotsfülle sollte die Zusammensetzung jedes Produktes und die empfohlene Tagesdosis genau beachtet werden.

 

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